1 00:00:05,200 --> 00:00:18,380 Hallo zusammen und herzlich willkommen zu meinem 15. Podcast. Was bin ich froh, dass meine Podcastinstanz, die ich wegen eines Missverständnisses kaputt gemacht hatte, wieder läuft. 2 00:00:19,180 --> 00:00:24,860 Alle, die versucht haben, den Podcast zu hören, aber nicht durchgekommen sind, bitte ich herzlich um Verzeihung. 3 00:00:26,180 --> 00:00:48,660 Heute erzähle ich euch unter anderem davon, wie Emotionen und Empathie beim Menschenspektrum aussehen können. Dazu fangen wir mit einem ganz großen Vorurteil an, das über Neurodivergente, insbesondere autistische Menschen kursiert, mit jedem nämlich, dass es uns Menschen im Spektrum angeblich an Emotion und Empathie fehle. 4 00:00:49,860 --> 00:00:53,020 Dabei ist es in den meisten Fällen genau das Gegenteil. 5 00:00:54,800 --> 00:01:10,220 Es heißt, manche Vorurteile hätten einen wahren Kern, oder zumindest einen scheinbar wahren. Ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber ich behaupte, dass dieser vermeintlich wahre Kern in diesem Fall hier vor allem auf Missverständnissen beruht. 6 00:01:10,980 --> 00:01:26,540 Verantwortlich dafür ist, denke ich, dass normtypische Menschen eine relativ klare Vorstellung davon haben, wie Emotionen auszusehen haben, wie also zum Beispiel auf Trauer, auf Freude, auf Stress zu reagieren auszusehen hat. 7 00:01:26,540 --> 00:01:53,220 Allfällige Abweichungen werden rasch als unempathisch, unemotional oder sonst wie merkwürdige Reaktionen abgetan. Nachdem ich vor inzwischen über 20 Jahren etwas wirklich Schlimmes erlebt und überlebt hatte, wunderten sich manche Menschen, wie gefasst und rational ich danach war, insbesondere in Gesellschaft, also wenn ich nicht allein war und mich meiner Trauer nicht hingeben konnte. 8 00:01:54,200 --> 00:02:08,919 Inwendig war die Hölle los, tiefster Schmerz, untröstlicher Trauer, nach außen wirkte ich mehrheitlich sehr gefasst. Selbst Fachleute attestierten mir eine Objektivität, die sie wohl in solchen Momenten eher überraschte. 9 00:02:09,840 --> 00:02:22,120 Es dauerte viele Jahre, bis ich mich dem Trauma vollumfänglich aussetzen konnte und es aufarbeiten. Heute weiß ich, dass es meinem So-Sein geschuldet ist, dass ich damals so reagiert habe. 10 00:02:23,540 --> 00:02:32,520 Dieser Tag ist in meinem Leben wieder etwas der damaligen Situation Ähnliches, Verwandtes eingetreten. Nicht bei mir, aber bei lebend nahen Menschen. 11 00:02:33,940 --> 00:02:50,260 Diesmal kann ich auf die Ressourcen von damals zurückgreifen, denn ich kenne mich heute viel besser, weiß, dass ich mich auf diese schmerzhaften Emotionen einlassen kann, darf, soll und dem Trauerschmerz eine Chance geben, da zu sein, die Trauer zuzulassen. 12 00:02:51,540 --> 00:03:05,980 Ich fühle intensiv und ich fühle intensiv mit und kann heute meinen Gefühlen Raum geben, manchmal in einem befristeten, geschützten Zeitraum, aber inzwischen auch mit anderen Menschen zusammen, manchmal jedenfalls. 13 00:03:07,200 --> 00:03:19,320 Heute weiss ich zum Glück auch, dass es unterschiedliche Arten von Empathie gibt. Jene Empathie, die ich gut kann, ohne darüber nachdenken zu müssen, ist die sogenannte affektive Empathie. 14 00:03:19,980 --> 00:03:37,500 Das mitfühlende, spürende, emotionale Empathischsein sozusagen. Das gegenwärtige Fühlen, Das, was in mir ist. Und auch die Emotionen anderer, die genau jetzt da sind, die ich höre, die ich sehe oder die ich lese. 15 00:03:38,420 --> 00:03:53,260 Was ich jedoch nicht wirklich gut kann, ist die sogenannte kognitive Empathie. Ich bin schlecht darin, mir vorstellen zu können, welche nächsten Schritte andere ins Auge fassen, weil mir zuweilen das Verständnis für den Kontext fehlt. 16 00:03:54,360 --> 00:04:18,860 Vor allem, wenn es um vielschichtige Strategien und Intrigen geht, verstehe ich oft gar nichts. Es ist wie eine fremde Sprache. So kann ich also, zwar bis zu einem gewissen Grad und vor allem im gegenwärtigen Moment sehr gut fühlen und mir vorstellen, was andere jetzt fühlen, doch weiß ich nicht unbedingt von innen heraus, was sie jetzt tatsächlich brauchen, was sie sich wünschen, was ihnen gut tut. 17 00:04:19,339 --> 00:04:29,800 Ich kann nur mutmaßen und mit früher gemachten Erfahrungen abgleichen. Es bleibt aber immer offen, ob ich damit richtig liege, weil ja jede Situation wieder anders ist. 18 00:04:30,459 --> 00:04:46,400 Also fühle ich mich entsprechend oft linkisch, wenn es darum geht, angemessen auf das, was ich fühle, zu reagieren. Wenn meine Reaktion dann anders ausfällt, als es sich das Gegenüber vorgestellt hat oder gar gewünscht hat, gibt es ein Problem. 19 00:04:47,520 --> 00:04:59,960 Auch Trösten durch Berührung finde ich schwierig. Das ist für mich kein vertrauter, verinnerlichter Impuls. Das geht alles bei mir zuerst über Denken und Abgleichen mit früher Erlebtem. 20 00:05:01,120 --> 00:05:17,620 Weiteres Missverständnispotential haben meine Aussagen oder Fragen, wenn eine von mir nicht mitgedachte Wertung in diese hinein interpretiert wird, also ein Sub oder ein Kontext gehört wird, den ich so gar nicht geplant habe. 21 00:05:18,440 --> 00:05:32,900 Selbst mit dem liebsten oder sehr nahen Menschen erlebe ich es manchmal, dass von mir neugierig und interessiert gestellte Fragen, warum zum Beispiel mein Gegenüber etwas so oder so macht, als Kritik gehört und verstanden wird. 22 00:05:33,580 --> 00:05:52,860 Obwohl meine Frage bloß im Interesse am Warum geschuldet war. Ich will verstehen, ich will begreifen, ich will nachvollziehen können, warum andere so und so handeln. Und das ist auch nur eins von vielen Beispielen, die mich in der Menschenkommunikation immer wieder irritieren. 23 00:05:53,800 --> 00:06:04,860 Es ist wirklich wie eine Fremdsprache. Ich verstehe oft den Zusammenhang, den andere sehen nicht. Ich sehe quasi einzig den Inhalt, aber die Verpackung verstehe ich nicht. 24 00:06:06,320 --> 00:06:24,100 Zu Autismus gehört direktes, unverschnörkeltes Reden ohne Umschweife. Meine Schwester hat mir das als Kind ziemlich erfolgreich abzugewöhnen versucht, weil ich manchmal, Elefant im Porzellanladengleich, Leute überrumpelt und unabsichtlich verletzt habe. 25 00:06:24,780 --> 00:06:44,140 Ich sagte, was ich dachte und begriff lange nicht, was daran so falsch sein sollte. Und ehrlich gesagt verstehe ich es auch heute noch nicht immer. Also habe ich mir damals nicht nur das, sondern ganz vieles, was anderen Leuten an mir nicht genehm war, abgewöhnt und mich angepasst. 26 00:06:44,920 --> 00:07:04,520 Womit wir einmal mehr beim Masking angelangt sind. Das vielleicht, salopp gesagt, eine Art emotionaler Schutzschild ist und auf jeden Fall eine Überlebensstrategie. Ich kann es inzwischen so gut, dass mir von manchen Menschen im ersten Moment meine Neurodivergenz nicht geglaubt wird. 27 00:07:05,700 --> 00:07:31,120 Masking ist übrigens so energieaufwendig, dass ich immer wieder, vor allem im beruflichen Kontext, in größte Erschöpfungen und auch Depressionen geraten bin. Heute ahne ich, dass das autistische Burnouts waren, die auf den ersten Blick wie Depressionen wirken, allerdings ohne deren krasse Perspektivelosigkeit stattdessen mit tiefster Erschöpfung durchdrungen. 28 00:07:32,380 --> 00:07:49,260 Mit der richtigen Interpretation von Aussagen normtypischer Menschen tue ich mich ehrlich gesagt sehr schwer, da ich ein Problem damit habe, Kontexte, die ich nicht kenne, die aber alle Nicht-AutistInnen ganz offensichtlich zu verstehen scheinen, mit einzubeziehen. 29 00:07:50,220 --> 00:08:05,940 Ein Großteil meines Maskings war es darum, mir allmöglichen Kontext, wie z.B. Zitate als Filme oder Songs oder auch nur Redewendungen, via Lexikon früher und später via Websuche zu erklären. 30 00:08:07,200 --> 00:08:27,400 Dass es wohl eher nicht alle so hielten wie ich, ließ mich damals schon ahnen, dass ich irgendwie anders gestrickt bin. Je älter ich werde und im Zuge meiner neuen Erkenntnisse rund um Neurodivergenz, habe ich damit angefangen, mich nicht mehr immer anzupassen und ganz konkret auch wieder Direktor zu sein. 31 00:08:28,340 --> 00:08:42,580 Ohne die Absicht, andere zu verletzen, aber mit dem Plan, mir nicht mehr mich zu sein zu erlauben, auch dort, wo ich schwer zu verstehen bin. Auf oberflächliche Flosken und Smalltalk gehe ich kaum mehr ein. 32 00:08:43,179 --> 00:08:58,320 Ich übe, mich dafür nicht zu schämen, dass ich teils merkwürdige Bedürfnisse habe, wie beispielsweise nach viel Rückzug, nach Ruhe, nach Alleinsein. Oder dass ich Dinge an der Hand habe, weil sie mir helfen, mich ganz und gut zu fühlen. 33 00:09:00,140 --> 00:09:14,740 Die Daueranpassung meines bisherigen Lebens hat einen weiteren schwierigen Aspekt. People Pleasing heißt es auf Neudeutsch. Gefallen zu wollen, wird da und dort als Folge eines instabilen Umfelds in der Kindheit erklärt. 34 00:09:16,100 --> 00:09:33,560 Wenn ein Kind von Anfang an spürt und verinnerlicht, dass es keine Sicherheit gibt, lernt es die älterlichen Verhaltensweisen und Stimmungsschwankungen erkennen, sozusagen zu lesen und in Reaktionsmuster zu besetzen, um Probleme zu vermeiden und um sich selbst zu schützen. 35 00:09:34,340 --> 00:09:40,560 So habe ich ganz früh damit begonnen, ständig auf der Hut zu sein, wurde ein hypervigilantes Kind. 36 00:09:41,920 --> 00:09:54,760 Viele von uns haben so in jungen Jahren gelernt, dass es ganz normal ist, mehr zu geben als zu bekommen und es wurde für uns auch normal, uns für alles mögliche schuldig oder verantwortlich zu fühlen. 37 00:09:55,500 --> 00:10:09,240 Wir können schlecht Grenzen setzen und wir wissen zum Teil nicht einmal, wie das überhaupt geht. Auch sind wir daran gewohnt, Liebe oder Zuwendung nur gegen beispielsweise gute schulische Leistungen zu erhalten. 38 00:10:10,660 --> 00:10:18,740 Kinder aus solchen Familien können zu Erwachsenen werden, die nie gelernt haben, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und durchzusetzen. 39 00:10:20,260 --> 00:10:32,040 Und wenn diese dann auch noch irgendwie anders sind als gewohnt, wie bei mir mit dem Rückzug, mit der Ruhe und mit dem Reizoffensein, ist es erst recht schwierig. 40 00:10:33,400 --> 00:10:47,560 Und logischerweise übertragen wir dieses gelernte Verhalten auch auf alle anderen Beziehungen. Wir ordnen uns unter, zweifeln an unserem Wert und kommunizieren so, dass das Gegenüber keinen Grund hat, uns abzulehnen. 41 00:10:48,980 --> 00:11:05,100 Dieser Aspekt von Masking ist besonders perfide, vor allem auch deshalb, weil diese Freundlichkeit so sehr Teil von uns ist, dass wir es zuweilen gar nicht mehr als Masking erkennen, wenn wir endlich die Masking-Falle durchschaut haben und zu demaskieren beginnen. 42 00:11:06,500 --> 00:11:13,200 Selbst dann fällt es uns noch schwer, diesen Teil loszulassen. Denn wir wollen ja nicht auf einmal unfreundlich sein. 43 00:11:14,880 --> 00:11:26,860 Seit ich mir diesen Aspekt meines Masking-Verhaltens bewusst gemacht habe, schaue ich jedenfalls viel genauer hin. Wann springt der automatische People-Pleasing-Reaktionsmotor an? 44 00:11:27,660 --> 00:11:35,120 Will ich das wirklich, was da von mir gewünscht wird? Oder Oder sage ich nur ja, weil ich Angst vor der Ablehnung des Gegenübers habe? 45 00:11:36,620 --> 00:11:58,920 Nein zu sagen, übe ich noch immer, Schritt für Schritt. Ja, Empathie und Freundlichkeit sind zwar Teil meines Wesens, das war gefühlt und erinnert schon immer so. Dennoch schulde ich meinem Gegenüber, so sehe ich das inzwischen, wenn ich ihm nicht keine bestätigende Reaktion, sondern eine authentische. 46 00:11:59,360 --> 00:12:11,380 Ich darf widersprechen. Ich darf eine andere Meinung haben. Ich bin gleichwertig und ich muss mich nicht klein machen. Es ist ein harter Weg vom einen in den anderen Modus. 47 00:12:12,440 --> 00:12:16,140 Und vielleicht brauchen wir dabei auch manchmal therapeutische Unterstützung. 48 00:12:18,650 --> 00:12:38,030 Masking bedeutet auch ganz oft, dass ich mich zurücknehme. Dass ich beispielsweise statt einer ausführlichen und fundierten Reaktion eine gekürzte, zusammenfassende Antwort gebe, weil ich vermute, dass das Gegenüber sich mit einer Kurzfassung, Ehelieber auseinandersetzt und zufrieden gibt. 49 00:12:39,050 --> 00:12:53,830 Ich tue, was von mir erwartet wird und nicht das, was ich eigentlich am liebsten tun würde, ausholen, in die Tiefe gehen. Manchmal ist das, was ich am liebsten tun würde, auch einfach mich von einer Person räumlich zu distanzieren. 50 00:12:55,210 --> 00:13:09,470 Ihr vielleicht sogar noch irgendetwas Unfreundliches zu sagen, wenn mir Ihre Meinung unmöglich erscheint. Denn ja, ich finde inzwischen nicht mehr alles, was andere sagen, automatisch besser als meins, nur weil ich das so verinnerlicht habe. 51 00:13:10,690 --> 00:13:25,850 Solche Momente sind für mich besonders schwierige soziale Situationen, weil ich nicht gut darin bin, diplomatisch oder mit Rumrumreden auf Schwieriges zu reagieren. Entweder reagiere ich zu heftig, zu emotional oder zu angepasst. 52 00:13:26,310 --> 00:13:32,170 Selten adäquat. Auch deshalb, weil Schwieriges ausserplanmässig stattfindet. 53 00:13:34,940 --> 00:13:50,200 Manchmal greife ich zwecks Deeskalation auch mal zu einem Allgemeinplatz. Allgemeinplätze sind mir allerdings oft zu banal. Ich empfinde sie als Zeit- und Energieverschwendung und manchmal auch als Beleidigung unser aller Intelligenz. 54 00:13:51,020 --> 00:13:55,860 Dennoch verfehlen sie ihre Wirkung meist nicht und wirken wie ein kleines Trostflästchen. 55 00:13:57,480 --> 00:14:12,760 In den letzten Monaten habe ich Chile Ribeiros Krimis über den deutschen autistischen Austauschpolizisten Leander Lost, der im portugiesischen Küstenort Fusetta ermittelt, gelesen, respektive die Hörbücher gehört. 56 00:14:13,680 --> 00:14:31,440 Leander hat, wie ich, große Probleme mit Smalltalk. Für zwischenmenschliche Fälle, die ihn überfordern, weil er den Kontext nicht versteht, hat er darum immer ein paar Floskeln aus einem Buch parat, das aus unverfänglichen Smalltalk-Baukastensätzen besteht. 57 00:14:32,780 --> 00:14:40,780 Solche Sätze machen Smalltalk zwar nicht relevanter und sinnvoller, aber den Umgang mit anderen Menschen zuweilen stressfreier. 58 00:14:43,060 --> 00:14:55,860 Berührungen und Umarmungen gelten als emotionaler Ausdruck von Empathie. Auch bei diesem Thema bin ich sehr bei der Romanfigur Leander Lost. Vertraute Personen anfassen? 59 00:14:56,580 --> 00:15:10,600 Ja, gern. Aber nicht ständig. Und eigentlich nur Begrüßungsumarmungen. Und auch nur von Menschen, die mir sehr nahe und sehr lieb sind. Aber ständig angetatscht zu werden, ist mir ein Gräuel. 60 00:15:11,800 --> 00:15:23,540 Ich erinnere mich übrigens nicht daran, Menschen je eigeninitiativ angefasst zu haben und anzufassen, es sei denn bei Umarmungen oder beim Liebsten, den fasse ich natürlich sehr gern an. 61 00:15:24,360 --> 00:15:38,840 Alle anderen Berührungen aber, insbesondere ohne Ankündigung und ohne Grund, also für mich ohne Grund, finde ich geradezu übergriffig. Warum es so ist, hängt bei mir mit der Reizfühle zusammen. 62 00:15:39,740 --> 00:16:01,200 Jeder Reiz will, muss ja sogar irgendwie verarbeitet werden. Und Reize gibt es ja eh schon genug. Und wenn dann auch noch unerwünschte Berührungen auf meinem größten Organ, der Haut, auf mich einprasseln, oft dazu noch mit Gerüchen verbunden, kann es mir sehr schnell zu viel werden und es kommt zu einer Systemüberlastung. 63 00:16:02,740 --> 00:16:23,560 Dinge dagegen, die sich gut anfühlen, fasse ich sehr gern an. Sensitive Reize zu fühlen, ist eine große Sache. Aber Reize sind ja auch nicht alles, wir fühlen ja noch viel mehr, wir fühlen so viel und von allem und das alles will ja von meinem System ausgewertet und verstanden werden. 64 00:16:23,560 --> 00:16:35,500 Und für spätere Gelegenheiten als Übersetzungsbaustein beiseitegelegt. Damit es ein anderes, ähnliches Mal ein bisschen einfacher und besser klappt mit der Verständigung. 65 00:16:36,560 --> 00:16:55,980 Ja, es ist anstrengend. Was für ein Aufwand. Nur um mit diesen normtypischen Menschen irgendwie klar zu kommen, denke ich gerade. Und vielleicht verstehen Nicht-Betroffene jetzt sogar ein bisschen besser, warum AutistInnen immer oder zumindest oft so erschöpft sind. 66 00:16:56,660 --> 00:17:11,960 Und irgendwie ist es da ja nur logisch, dass wir Menschen im Spektrum mit anderen Menschen im Spektrum einfacher kommunizieren können. Darum mache ich uns Mut, uns unseren Mitmenschen immer authentischer zuzumuten. 67 00:17:11,960 --> 00:17:22,940 denn die können das entweder schon oder dann lernen sie es eben, so wie wir ihre Sprache gelernt haben. Und andererseits brauchen wir so auch weniger Anpassungsenergie. 68 00:17:24,119 --> 00:17:40,420 Und so bleibt uns dann auch mehr Kraft für all die anderen wichtigen Dinge im Leben. Und das war's auch schon für heute. In zwei Wochen geht es hier weiter. Für Fragen, Themenwünsche, Anregungen und Rückmeldungen aller Art schreibt mir bitte gern. 69 00:17:41,240 --> 00:17:51,819 In den Infos findet ihr jetzt einen neuen Link. Ich habe inzwischen einen Blog angelegt, das die Kommunikation via Kommentarfunktion ein bisschen einfacher gestalten soll. 70 00:17:52,980 --> 00:17:59,020 Ich bedanke mich herzlich fürs Zuhören. Schön, dass ihr da seid. Ciao und bis zum nächsten Mal.