In der zweiten Folge des Podcasts “Die Wissensarchitekt*innen” betrachtet die Philosophin Nicola Mößner, Vertretungsprofessorin für „Theoretische Philosophie“ am Institut für Philosophie der Leibniz Universität Hannover und Privatdozentin an der RWTH Aachen, gemeinsam mit Hostin Ulrike Wuttke zunächst kritisch die Definition von Datentracking in der Wissenschaft und diskutiert warum und wie dieses Science Tracking durch große kommerzielle Data Analytics Businesses, die kaum noch etwas mit dem klassischen Verlagsmodell zu tun haben, die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in die Wissenschaft unterminiert. Ausgehend von der Perspektive der Philosophie, wird das Phänomen im Kontext der Wissenschaftstheorie diskutiert, die Rolle von Lobbyismus betrachtet und anhand einiger Beispiele aus der Philosophie eruiert, wie der Ausweg aus dem momentanen Lock-in gelingen kann. Besonders am Herzen liegen Nicola Mößner wissenschaftsgeleitetes Diamond Open Access und die Durchsetzung einer Reform der Wissenschaftsbewertung.
Weitere Informationen: Nicola Mößner, Klaus Erlach (2024): „Elektronisches Publizieren und Bewertung wissenschaftlicher Expertise“. DOI: https://doi.org/10.5281/zenodo.10948472. Nicola Mößner “Keine Spyware in Bibliotheken und Institutionen‹ – wirklich?: Die Gefahren des Wissenschaftstrackings”, in: Mitteilungen der DGPhil Frühjahr 2022 — Nr. 55, June 2022 Petition Stop Tracking Science: https://stoptrackingscience.eu/ http://moessner.stellarcom.org Weitere Links findet ihr in der Transkription der Folge auf meinem Blog.