#25 Was kann ein ADHS-Coaching?
S01:E25

#25 Was kann ein ADHS-Coaching?

Episode description

Diesmal erzähle ich davon, was mir das ADHS-Coaching gebracht hat und warum ich mich darauf eingelassen habe. Und warum es in einer nicht idealen Welt ganz schön hilfreich sein kann, Unterstützung anzunehmen. Ich spreche darüber, wie sich Psychoedukation zum Thema ADHS und Coaching für den Alltag ergänzen können.

Links zum Thema: Video über eine ADHS-kompatible Arbeitswelt:
https://youtu.be/p_iA_BrDaNU?si=V0Q6JO5mt0szHTLr

Witz als Textbild:
https://troet.cafe/@b_rain/115493383134675593

Disas Coaching-Tagebuch:
https://neurospektral.blogda.ch/tag/disas-adhs-coaching/

Die App mit den vielen Listen und dem Wochenplan heißt Zenkit.
https://zenkit.com/de/

Im Haushalt unterstützt mich die Haushalt-App Tody:
https://todyapp.com/

Für Fragen und Themenwünsche, für Anregungen und Rückmeldungen aller Art schreibt mir bitte gern an janaluna (ät) unbox (punkt) at. Eine weitere Kontakt- und Kommentarmöglichkeit gibt es über die Webseite https://lebenswertvoll.ch/ unter der jeweiligen Podcastfolge.

Alle Scripts gibt es entweder als Transkripte in euren Lieblingspodcast-Programmen und -Apps zum Lesen und Mitlesen während des Hörens oder als PDF unter:
https://lebenswertvoll.ch/scripts/

Download transcript (.srt)
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Hallo zusammen und herzlich willkommen zu meinem 25. Podcast. Wie versprochen geht es diesmal weiter mit dem Thema ADHS.

0:13

Diesmal beschäftigen wir uns mit der Therapie von ADHS, wobei das Wort Therapie in diesem Bereich nicht ganz das Wichtige ist, denn eigentlich geht es vielmehr darum, darüber nachzudenken, wie sich ein Mensch mit ADHS in dieser krass leistungsorientierten Welt irgendwie durchschlagen kann, ohne kaputt zu gehen.

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Zum einen hilft vielen Menschen Medikation. Darüber habe ich euch das letzte Mal berichtet. Kurz zusammengefasst wirkt passende Medikation bei ADHS ähnlich wie eine Brille.

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Solange ich das Mittel nehme, wirkt es. Es verändert mich nicht grundsätzlich, lässt mich aber die ganzen Reize und Stressoren des Lebens besser ertragen. Eben wie eine Brille, die mir das Gucken erträglicher macht.

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Sehr oft notwendig sind solche Angebote, Medikamente und Coaching deswegen, weil die Welt eben nicht für ADHSlerInnen gemacht ist. Apropos artgerechte Welt. Kürzlich habe ich Video gesehen, in welchem der YouTuber von einer für ihn, für Menschen im Spektrum, idealen Welt, Arbeitswelt berichtet hat.

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Respektive darüber, wie die Welt aussehen müsste, wenn sie von ADHS Betroffenen gestaltet würde. Er hat über diverse Anreize gesprochen, die wir Betroffenen brauchen würden, um, ich sage es jetzt mal ein bisschen überspitzt, lieber zu arbeiten.

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Es ging vor allem um Arbeitsplätze und darum, den Unterschied herauszuarbeiten. Ihr findet den Link in den Infos zu dieser Folge. Leider ist das Video eine Art Träumen auf hohem Niveau, denn leider ist die Welt, insbesondere die Arbeitswelt, nicht ideal und darum sind auch viele Menschen aus dem Spektrum mit Tiere überfordert.

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Leidensdruck führt dazu, genauer hinzuschauen und so kommt es auch zu einer Zunahme von Diagnostiken und Diagnosen.

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Was nach einer ADHS-Diagnose notwendig ist, also was die Not wenden kann, ist oft professionelle Unterstützung und Begleitung. Zuerst das Medikament, dann das Coaching.

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Neulich lasse ich diesen kleinen Witz oder diese kleine Geschichte hier.

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Person A. Ich bin autistisch. Was bedeutet, dass alle um mich herum eine Störung haben, die sie dazu bringt, Dinge zu sagen, die sie nicht meinen, sich nicht um Strukturen zu kümmern, sich nicht auf einzelne wichtige Themen zu konzentrieren, unzuverlässige Erinnerungen zu haben, seltsame Andeutungen zu machen und mir unheimlich in die Augen zu starren.

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Person B, warum sagen die Leute dann, dass du der Seltsame bist? Person A, weil es mehr von ihnen gibt, als von mir.

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Auch den Link zu diesem Text findet ihr in den Infos zu dieser Folge.

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Und das gleiche Beispiel, das ich eben erzählt habe, diese kleine Geschichte, gilt natürlich ähnlich auch für ADHS, nicht nur für Autismus. Und eigentlich gilt sie auch für alle anderen Menschen, die irgendwie ein bisschen anders sind.

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Dieser kleine Text illustriert auch, warum Coaching nötig sein kann. Kurz gesagt hilft es uns nämlich im Alltag nicht unter die Räder zu kommen. Es ist leider noch immer so, dass sich die Minderheit der Mehrheit anpassen muss und paradoxerweise auch, dass sich die weniger Anpassungsfähigen den Anpassungsfähigeren anpassen müssten.

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Das Modell kennen wir ja bestens aus dem Straßenverkehr. Auch dort passen sich die Schwächsten, die FußgängerInnen, den RadlerInnen und den AutofahrerInnen an, um nicht über den Haufen gefahren zu werden.

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Ich habe darüber die eine oder andere Diskussion mit meiner ADHS-Ärztin geführt, nämlich dass dieses Konzept ungesund ist und zu mehr Leid führt. Das ist eine Tatsache und wir gehen jetzt hier einfach von den aktuellen Fakten und Notwendigkeiten aus, nicht vom Ideal.

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Die ganze Welt umkrempeln können wir leider nicht.

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Ich behaupte, dass der Leidensdruck, der auf neurodivergenten Menschen lastet, in den letzten, sagen wir mal 40, 50, 60 Jahren immer größer geworden ist. Der Leistungsdruck ist gewachsen und damit auch der Leidensdruck für neurodivergente Menschen.

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Sie kommen immer mehr an ihre Belastungsgrenzen. Früher, bevor alles so wahnsinnig auf Leistung getrimmt worden ist, war es vermutlich einfacher, sich irgendwie durchzumogeln.

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Auch deshalb fielen wir neurodivergenten Menschen vermutlich früher weniger auf oder die Toleranz der Die Gesellschaft gegenüber Menschen im Spektrum war grösser. Die oder der war halt ein bisschen komisch.

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Heute jedoch ist der Leidensdruck, wie gesagt, für viele Menschen im Spektrum so groß geworden, dass wir ohne Unterstützung von außen und auch ohne medikamentöse Unterstützung nicht mehr klarkommen.

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Über Medikamente habe ich das letzte Mal gesprochen. Auch dass es für AutistInnen keine Medikamente gibt, außer vielleicht beruhigende Mittel, die bei Stress eingesetzt werden können, oder die die Reize bis zu einem gewissen Grad reduzieren können.

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Ehrlich gesagt kenne ich mich da zu wenig aus. Doch auch für AutistInnen gibt es hilfreiche Coachings. In einer späteren Folge werde ich mit einer Autismuscoaching sprechen und ihr einige Fragen stellen, um mehr über ihre Arbeit zu erfahren.

6:10

Doch zunächst wollen wir uns mit der Therapie bei ADHS auseinandersetzen. Wie ich schon sagte, es ist eigentlich nicht im klassischen Sinne eine Therapie, obwohl sie Elemente aus der Verhaltenstherapie übernommen hat.

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Und es ist mir wichtig zu betonen, dass es in Therapien, und zwar auch nicht bei der ADHS-Therapie, niemals um ein Wegmachen von Eigenschaften geht. Es geht immer darum, im Alltag besser klarzukommen und kompetenter zu werden.

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Ausserdem geht es darum, sich selbst Stärken und Schwächen, Talente und Grenzen besser kennen und besser verstehen zu lernen.

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Im Kontext mit ADHS geht es einerseits um Psycho-Edukation und andererseits darum, gecoacht, unterstützt, begleitet zu werden. Psycho-Edukation vermittelt systematisch und strukturiert, wissenschaftlich fundiertes, evidenzbasiertes Wissen.

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Dieses wird inhaltlich und thematisch situativ eingesetzt, damit jeweilige Diagnose besser verstanden und integriert werden kann.

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Im Coaching geht es in erster Linie darum, dass wir Werkzeuge in die Hand bekommen, die im Alltag helfen. Im psycho-educativen Teil lernt sehr viel über die Funktion meines Hirns und wie sich der Dopaminspiegel auf die unterschiedlichen Hirnbereiche auswirkt.

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Ich begriff, wie Filter und Steuerung zusammenhängen und warum ich, seit ich das Medikament nehme, nicht mehr auf jeden Impuls anspringe wie früher. So reagiert beispielsweise das lympische System, auch Belohnungssystem genannt, auf genug Dopamin, indem es mich innerlich ruhiger werden lässt.

8:00

Der Thalamus seinerseits kann, weil er nun genug Dopamin hat, Reize besser abschirmen und lässt mich weniger schnell müde fühlen. Im präfrontalen Cortex entscheide und steuere ich derweil, wenn ich über genug Dopamin verfüge, wie ich über das Leben denke, was ich vom Leben halte.

8:24

Es gelingt mir tatsächlich mit weniger Aufwand als je zuvor, eine heitere positive Grundstimmung zu haben. Das ist vermutlich der Teil, den ich als antidepressiv empfinde.

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Dazu muss ich sagen, dass das nicht bei allen so ist, denn die Hirnaktivität und die medikamentöse Wirkung sind sehr individuelle Angelegenheiten.

8:47

Während ich mit zu wenig Dopamin vieles automatisch machte, geht es mit dem Medikament neu darum, die Dinge neu und sehr bewusst zu tun.

8:58

Neue Spuren werden gelegt, neue Verhaltensmuster werden eingeübt. So kann ich mir auch meine neue Vergesslichkeit erklären, denn die alten Spuren werden zum Teil jetzt überschrieben und sind zum Teil gar nicht mehr abrufbar.

9:14

Der Beginn der medikamentösen Behandlung war sozusagen also auch ein Beginn eines neuen, eines anderen Datenspeichers in meinem System. Vieles galt es also neu zu konfigurieren.

9:28

Solche Zusammenhänge besser zu verstehen ist Aufgabe der Psycho-Edukation.

9:36

Zu Anfang meines Coaching-Prozesses haben wir Ziele definiert. Das ist in jedem Therapie- und Coaching-Kontext extrem wichtig, denn eigentlich können Therapie und Coaching nur funktionieren, wenn sie individuell angepasst sind und nicht einfach von der Stamme.

9:52

Ähnlich also, wie ja auch das ADHS-Medikament persönlich und sehr individuell angepasst werden musste. Oder wie man eine Brille oder ein Hörgerät anpasst. Entsprechend muss das Coaching sehr persönlich abgestimmt werden, damit es dann auch wirklich hilfreich ist.

10:10

Meine persönlichen Ziele waren zum Beispiel mehr Impulsregulation oder auch wie ich meine Konzentration besser steuern und Ziele besser erreichen kann. In einem Gemeinschaftsblog habe ich unter dem Namen Disa darüber berichtet.

10:28

Den Link gibt es in den Infos zur Folge. Meine Coaching Schwerpunkte waren folgende Punkte. Endlich steuere ich mich selbst. Wie ich Ziele erreichen und sinnvoll Pläne machen kann.

10:43

Warum ich meinen Alltag planen sollte und wie wichtig Orientierung für mich ist.

10:49

Gedanken und Impulsteuerung am Beispiel von Zeitplanung.

10:56

Wie ich Konflikte und Ärgernisse als Chancen erkennen kann. Mein Umgang mit Ressourcen, physisch und mental.

11:06

Emotionsregulation.

11:09

Impulssteuerung.

11:12

Im Laufe der Zeit habe ich festgestellt, dass manche Strategien sich ähneln, weil sie einem ähnlichen Konzept, dem Konzept der Selbstbeobachtung folgen.

11:23

Ich illustriere es gerne am Beispiel Selbststeuerung. Vorab sprachen wir über eine bestimmte stressige Situation, die ich erlebt hatte, und wie ich sie anders hätte handhaben können.

11:36

Wie ich ähnliche Situationen das nächste Mal besser handhaben könnte.

11:41

Am Anfang ist das Innehalten. Ich reflektiere und ich analysiere die Situation, indem ich mir ein paar Fragen stelle. Erstens, wie geht es mir jetzt? Bei dieser Frage geht es darum, meine Gefühle wahrzunehmen und aber auch meine Gedanken zu berücksichtigen.

12:03

Fühle ich mich gut, was denke ich, was stresst mich, was überfordert mich?

12:09

Die zweite Frage dreht sich um den Sinn.

12:13

Was ist jetzt sinnvoll? Wieder reflektiere ich. Brauche ich jetzt Rückzug? Und wenn ja, wie soll ich es kommunizieren? Kann ich weitermachen, ohne mich oder andere zu stressen?

12:28

Dabei beziehe ich die mir bei Frage 1 gegebenen Antworten mit ein. Was ich fühle und denke, spielt dabei eine große Rolle, sodass sich nur daraus wirklich eine sinnvolle Handlung ableiten lässt.

12:42

Drittens kommt die Entscheidungsphase. Ich beschließe, was ich tun will, in dem ich sowohl das Gefühl berücksichtige, als auch meinen eben gemachten Gedanken zur Sinnhaftigkeit einbeziehe.

12:55

Welche Entscheidung ist jetzt sinnvoll für meine Gefühle und für meinen Verstand? Auf dieser Basis entscheide ich, und wenn ich mich entschieden habe, stelle ich die Entscheidung nicht mehr infrage, und ich verhalte mich entsprechend.

13:09

So jedenfalls die Theorie.

13:13

Vor dem Medikament hätte ich darüber den Kopf geschüttelt und gesagt, das geht ja Gar nicht. Vor dem Medikament entschied der jeweilige Impuls, den ich gerade hatte, darüber, wie ich mich in einer Situation verhalte.

13:27

Denn wie hätte ich mich auch entscheiden können, wo doch gleichzeitig so viele Impulse nebeneinander standen und alle gleich laut riefen? Vor dem Medikament wäre mir das alles viel zu theoretisch gewesen.

13:41

Tatsächlich ist es aber mit dem Medikament so, dass ich diesen Analyseprozess oft in Erkundenbruchteilen schaffe und sogar Entscheidungen treffen und umsetzen kann.

13:52

Naja, nicht immer. Es ist noch nicht ganz verinnerlicht das neues Verhalten, aber ich entscheide und handle heute definitiv weniger impulsiv, was mich vor mancherlei Stress bewahrt.

14:04

Vielleicht etwa halb halb klingt es mir inzwischen, denn das alte Verhalten lässt sich ja nicht so einfach austiln wie ein Kleidungsstück. Bis dahin hatte mich der Dopaminmangel via Impuls gesteuert.

14:16

Meine Entscheidungen traf ich impulsiv und so handelte ich aus dem Moment heraus.

14:23

Mit der Diagnose und mit der Medikation wechselte ich aber nicht bloß von einem Fremdsteuerungszustand, nämlich vom Dopaminmangel, zu einem anderen solchen, mit genug Dopamin, sondern ich bin nun Ich bin mehr und mehr in der Lage, endlich selbst zu entscheiden, was ich tun will.

14:43

Was allerdings einiges an Übung voraussetzt. Eine weitere Veränderung nehme ich, sei ich das Medikament habe, bei Gesprächen war. Ich stehe heute deutlich weniger neben mir, reagiere weniger zeitverzögert, dafür fokussiert.

15:00

Ich bin mehr in mir. Früher brauchte ich oft eine gewisse Zeit, um reagieren zu können, weil ich die Impulse erst verarbeiten musste. Ich beobachte, kurz gesagt, dass mein Hirn, reize heute anders, rascher verarbeitet.

15:16

Leider haben nicht alle Strategien aus dem Coaching für mich funktioniert. Ähnlich habe ich es aber auch schon bei der Traumatherapie erlebt. Ich vermute, dass es damit zusammenhängt, dass da eben auch noch der Autismus im Hintergrund wartet.

15:31

Außerdem ist generell ja eh nicht jede Methode für alle kompatibel.

15:38

Gerade auch die geübten Methoden zur Emotionsregulation, als wenn ich total überreizt und im All-Out bin, griffen bei mir nicht immer. Später, als meine ADHS-Ärztin und ich zu ahnen begriffen, dass bei mir wohl noch der Autismus hineinspielt, haben wir darüber gesprochen, wie unterschiedlich die Reizrezeption bei ADHS und Autismus ist.

16:02

Reize bewerte ich definitiv nicht immer gleich. Also mal so, mal so. Mal eher ADHSig und mal eher autistisch. Vielleicht hängt es mit dem jeweiligen Dopaminspiegel zusammen.

16:16

Doch da ich ja ein ADHS-Medikament nehme, bewerte ich die Reize inzwischen wohl vor allem autistisch. Und wenn ich die Reitschwelle von normal zu zu viel überschritten habe, kann ich auf die Regulationsmethoden, die wir trainiert haben, nicht mehr zugreifen.

16:35

Da hilft dann nur noch die autistische Selbstregulation mit Rückzug, Ruhe, Stimming. In solchen Überlastungssituationen lässt sich mit gedanklicher Selbststeuerung, wie ich sie oben beschrieben habe, nur noch am Rande arbeiten.

16:51

Gerade solche Erfahrungen machten mir deutlich, wie wichtig es im Grunde wäre, wenn ADHS und Autismus parallel diagnostiziert und gecoacht würden, und wenn sich Fachpersonen nicht nur auf die eine Diagnose festlegen würden.

17:06

Dazu fällt mir wieder dieser wunderbare Gedanke meiner einen Ärztin ein. Sinngemäß sagte sie, wenn bei einer leidenden Person alle Symptome erkannt, betrachtet und zugeordnet sind und es immer noch unbenannte Symptome, die für eine Neurodivergenz sprechen, übrig bleiben, dann ist es meistens genau das, Autismus, respektive ADHS, oder aber auch die Kombidiagnose AUDHS.

17:37

Seit meinen ersten Coachings sind ziemlich genau zwei Jahre vergangen. Die gelernten Strategien haben sich verselbstständigt und natürlich lerne ich auch ohne Coaching immer mehr dazu und über meine So-Seins-Formen.

17:52

Faszinierend ist, dass ich die neuen Verhaltensweisen auch an Tagen ohne Medikament abrufen lassen, denn sie sind inzwischen Teil meines Verhaltens geworden. Ich habe an vielen Stellen die alten Spuren durch neue überschrieben.

18:07

Die vielleicht wichtigsten Werkzeuge, die ich teils auch durchs Coaching mir erarbeitet habe, sind meine Zeitplaner. Ich habe eine tolle App gefunden, die sich mit dem PC synchronisieren lässt, um meine To-dos nicht mehr aus den Augen zu verlieren und nicht mehr in den Tag hinein zu leben.

18:25

Auch eine Haushalt-App habe ich. Sie erinnert mich an Wiederkehrendes. Ich liebe es, Häkchen zu setzen, wenn ich etwas erledigt habe. Das sind meine kleinen Dopaminbooster im Alltag.

18:36

Ich verliere mich weniger als früher, glaube ich, und ich setze meine Zeit immer häufiger für jene Dinge ein, die mir wirklich wichtig sind.

18:47

Obwohl da auch noch immer die Theorie oft stärker ist als die Praxis. Doch ebenfalls gelernt habe ich zum Glück auch, dass ich so sein darf, wie ich bin. Die Diagnose, das Medikament und das Coaching haben erheblich zu mehr Akzeptanz beigetragen.

19:04

Und nun ist es auch schon wieder soweit, dass ich mich bei euch herzlich für euer Zuhören bedanken darf.

19:12

Für Fragen, Themenwünsche, Anregungen und Rückmeldungen aller Art, schreibt mir bitte gern. Bis zum nächsten Mal. Ciao.